{"id":46,"date":"2023-09-06T14:59:28","date_gmt":"2023-09-06T13:59:28","guid":{"rendered":"https:\/\/methusalem.net\/?p=46"},"modified":"2023-09-08T18:13:25","modified_gmt":"2023-09-08T17:13:25","slug":"tut-dat-not","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/methusalem.net\/?p=46","title":{"rendered":"Och n\u00f6\u00f6, TUT DAT NOT?"},"content":{"rendered":"\n<p>Ich habe lange \u00fcberlegt, was man so als ersten Eintrag in einem Blog schreiben kann. Willkommen? Nein, zu trivial. Hier soll es um Alltagsgedanken und die Philosophie dahinter gehen. <br>Also ist mir erstmal nur der bekannte Satz von Meister R\u00f6hrich aus den bekannten Werner-Comics eingefallen. Und der passt auch ganz gut in die Beobachtungen, die man so hier bei seinen Spazierg\u00e4ngen durch den Kiez macht.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Wir wohnen im Prenzlauer Berg, dem mittlerweile gentrifizierten Teil des jetzigen Gro\u00dfbezirks Pankow, der nur deshalb so hei\u00dft, weil Pankow noch vor Prenzlauer Berg und Weissensee im Alphabet steht. Und nein, wir wohnen da nicht erst seit dem Einfall der Schwaben in Berlin oder der Invasion der jungen Amerikaner und Briten in diesen Stadtteil. Aber genau diese \u00c4nderungen und die zus\u00e4tzlich in den letzten Jahren hinzugezogenen woken Gr\u00fcnw\u00e4hler (grammatikalischen Maskulinum, keine genderspezifische Wertung: gew\u00f6hnt euch dran) haben zu einer gef\u00fchlten Verm\u00fcllung des Kiezes gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich will jetzt unsere Zugezogenen erstmal nicht unter Generalverdacht stellen, der Gedanke selbst kann einem dabei aber schon kommen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"812\" src=\"https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_160724-1024x812.jpg\" alt=\"Auslage von Sachen vor einem leeren Gesch\u00e4ft\" class=\"wp-image-53\" srcset=\"https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_160724-1024x812.jpg 1024w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_160724-300x238.jpg 300w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_160724-768x609.jpg 768w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_160724-1536x1218.jpg 1536w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_160724-2048x1624.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Es gibt hier im Abstand von 1000m keine Ecke, kein Vorbeet, kein Hauseingang, kein Parterre-Fenster mit Jalousie, in dem nicht ein Karton steht, auf dem zu lesen ist: &#8222;Zu Verschenken&#8220;. Ok, im Grundsatz ist das ja ein l\u00f6blicher Gedanke. Hier kann man prima seine abgelegten Sachen entsorgen. Tats\u00e4chlich sind diese Sachen auch nicht wirklich M\u00fcll, wie oben zu sehen. Und bei der Betrachtung des Stilllebens dieser Art frage ich mich manchmal auch, wer stellt denn so etwas dahin?<\/p>\n\n\n\n<p>Na gut, das ist ein jetzt mal sortierter Gebrauchtwarenmarkt, der sicher den einen oder anderen Liebhaber finden wird.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Beim n\u00e4chsten \u00dcberraschungskarton kann ich mich dann aber nur fragen, was denn da zu verschenken w\u00e4re? Die Plastikt\u00fcte eines bekannten Diskounters? Ach ja, diese Art von T\u00fcten sind, so meine ich mich erinnern zu k\u00f6nnen, seit Anfang 2022 verboten, dann kann das ja also nur Antik sein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"879\" src=\"https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_164427-1024x879.jpg\" alt=\"Karton mit &quot;zu verschenken&quot; vor einer Schule\" class=\"wp-image-54\" style=\"object-fit:cover\" srcset=\"https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_164427-1024x879.jpg 1024w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_164427-300x257.jpg 300w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_164427-768x659.jpg 768w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_164427-1536x1318.jpg 1536w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_164427-2048x1758.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Da dieser auch noch vor einer Schule zu finden war, h\u00e4tte diese Kiste mit diesem Inhalt sicherlich einem \u00f6kologisch fundierten Unterricht dienen k\u00f6nnen. Nur bin ich mir sicher, dass da den Lehrern und den Angeh\u00f6rigen (Eltern und Sch\u00fcler) eher der Verschmutzungsaspekt ein Anliegen sein d\u00fcrfte, als hier t\u00fctentechnisch eine Weiterbildung f\u00fcr ihre Spr\u00f6sslinge und Schutzbefohlenen zu starten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"704\" src=\"https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_164551-1024x704.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-55\" srcset=\"https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_164551-1024x704.jpg 1024w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_164551-300x206.jpg 300w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_164551-768x528.jpg 768w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_164551-1536x1056.jpg 1536w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_164551-2048x1408.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Keine 20 Meter weiter, gleiche Schule, gleicher Tag, nur um die Ecke. Wieder ein Karton, diesmal: Schuhe, Glas mit Korken und unidentifizierte Klamotten. Und da kann einem schon nichts mehr einfallen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Andere Stra\u00dfe, \u00e4hnliches Bild. Man biegt um die Ecke und kann von der Ferne schon zwei verd\u00e4chtige Kartons entdecken. Wieder der \u00dc-Ei-Effekt: Spannung, Spiel und, nein, keine Schokolade. Eher \u00c4rger und Frust \u00fcber die Fire-and-Forget-Methoden der Gedankenlosen. Aus dem Auge, aus dem Sinn.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"598\" src=\"https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_165100-1-1024x598.jpg\" alt=\"Blick die Stra\u00dfe hinauf auf zwei &quot;Zu-Verschenken&quot;-Kartons.\" class=\"wp-image-57\" srcset=\"https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_165100-1-1024x598.jpg 1024w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_165100-1-300x175.jpg 300w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_165100-1-768x449.jpg 768w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_165100-1-1536x897.jpg 1536w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_165100-1.jpg 1835w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Na schauen wir mal: Kiste eins, flach, offen, sch\u00f6n sortiert:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"485\" src=\"https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_165114-1024x485.jpg\" alt=\"Inhalt der ersten Kiste\" class=\"wp-image-58\" srcset=\"https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_165114-1024x485.jpg 1024w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_165114-300x142.jpg 300w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_165114-768x364.jpg 768w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_165114-1536x728.jpg 1536w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_165114-2048x971.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein Glas, ok, da k\u00f6nnte man was mit anfangen. Das zweite, ein Etui f\u00fcr Billen, Taucherbrillen, Staubschutzbrillen? Oder sollte das selbst eine Schutzbrille sein? Hier h\u00e4tte er Privat-Entsorger eventuell eine Beschreibung f\u00fcr den potenziellen M\u00fcllverwerter hinterlassen k\u00f6nnen. Und auch der Zweck des roten Teils hat sich mir beim ersten Hinschauen nicht erschlossen. Na gut, selbst jetzt, wenn ich das Bild betrachte (und das w\u00e4re dann das n&#8217;ten Hinschauen), wei\u00df ich nicht, was das ist. Ein Rucksack, ein Kosmetik-T\u00e4schchen? Kein Ahnung.<br>Die beiden letzten Teile: EIN, nein, nicht zwei, ein Badeschlappen und ein Stapel Einweg-Sch\u00fcsseln. \u00dcber den Badeschlappen kann man jetzt noch diverse philosophische Gedanken flie\u00dfen lassen, aber Einweg-Sch\u00fcsseln aus labilem Plastik?<\/p>\n\n\n\n<p>Ernsthaft: Nicht, dass Einweggeschirr schon seit geraumer Zeit auf dem Index steht, welche weitere Verwendung hat denn der Bereitsteller vorgesehen? F\u00fcr die n\u00e4chste Party? Es macht ja nix, wenn das schon mal drau\u00dfen stand: kann man ja vorher noch mal in Geschirrsp\u00fcler schmei\u00dfen, frei nach Meister R\u00f6hrich:  &#8222;Das ist doch noch gut&#8230;&#8220;.  Ich wei\u00df nicht, ob ich davon essen m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Inhalt von Kiste zwei muss ich euch leider vorenthalten, denn hier hatten sich wahrscheinlich diverse Interessenten f\u00fcr den offensichtlich doch noch brauchbaren Inhalt gezeigt.<br>Es kann nat\u00fcrlich auch sein, dass der Inhalt, wie vieles, wenn es einfach auf der Stra\u00dfe liegt, als Fu\u00dfball-Ersatz herhalten musste. Wer wei\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich kann hier nur f\u00fcr mich das Fazit ziehen: Diese Kiste ist, wie alles andere, ein &#8222;Aus-dem-Gesichtsfeld&#8220;-Objekt geworden. Denn anstelle sich dann ab und an mal den Inhalt anzuschauen und bei einem leeren Beh\u00e4ltnis selbiges dem Recycling-Kreislauf zur\u00fcck zu f\u00fchren, liegt diese weiterhin an Ort und Stelle und wartet auf die Abholung durch die orangen M\u00e4nner.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Und weiter durch unseren Kiez. Wieder eine Kiste, wieder angeblich noch brauchbare Klamotten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"719\" src=\"https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_170933-1024x719.jpg\" alt=\"Kiste mit weiteren mehr oder weniger brauchbaren Klamotten\" class=\"wp-image-60\" srcset=\"https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_170933-1024x719.jpg 1024w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_170933-300x211.jpg 300w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_170933-768x539.jpg 768w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_170933-1536x1079.jpg 1536w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230903_170933-2048x1438.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Diese Kiste beobachte ich tats\u00e4chlich schon eine ganze Weile. Sie bewegt sich mal nach links oder rechts, der Inhalt ist aber mit gleichbleibend vermurksten Klamotten gef\u00fcllt. Und nicht nur, dass die Kiste auf dem Gehweg steht, nein, bietet sie auch noch den handygaffenden und leinenzwang ignorierenden st\u00e4dtischen Zweibeinern einen Markierungspunkt f\u00fcr ihre vierbeinigen Lieblinge. Das macht die Auswahl der Second Hand Ware doch gleich viel aromatischer.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Das Highlight der Tour ist allerdings keine Kiste, sondern gleich eine ganze Ecke. Irgendwann mal angefangen, hier wirklich brauchbare Sachen im Kiez auszutauschen, ist das jetzt zu einer totalen M\u00fcllhalde verkommen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"810\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230904_193606-810x1024.jpg\" alt=\"Ecke im Kiez mit lauter unsortiertem Sachen und M\u00fcll\" class=\"wp-image-61\" srcset=\"https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230904_193606-810x1024.jpg 810w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230904_193606-237x300.jpg 237w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230904_193606-768x971.jpg 768w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230904_193606-1215x1536.jpg 1215w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230904_193606-1620x2048.jpg 1620w, https:\/\/methusalem.net\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/20230904_193606-scaled.jpg 2024w\" sizes=\"auto, (max-width: 810px) 100vw, 810px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ich k\u00f6nnte jetzt hier wirklich jeden Tag, morgens und abends, je ein Bild machen, dieser Anblick ist nie der gleiche und b\u00f6te mit Sicherheit ein Studienobjekt der Anthropologen \u00fcber das Konsumverhalten und den \u00dcberfluss der modernen Gesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Das ist aber nicht nur auf den Kiez im Prenzlauer Berg beschr\u00e4nkt. Was mich hier aber am meisten \u00e4rgert: Denkt der Verursacher denn auch mal \u00fcber sein Verhalten nach? Denn die erste Frage, die man sich doch immer stellen muss, ist: W\u00fcrde ich diese Sachen aus einer Kiste nehmen? Allein, wenn diese Frage mit einem Nein beantwortet wird, dann muss man seine Sachen doch nicht auf den B\u00fcrgersteig stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Allein hier im Umkreis von 1000 m (vielleicht auch ein bisschen mehr) gibt es mindestens zwei Organisationen, die sich, wenn man sich bei ihnen erkundigt, \u00fcber abgelegte Klamotten freuen w\u00fcrden: Die <a href=\"https:\/\/suppe.franziskaner.net\/abgabe-von-kleiderspenden-fuer-die-kleiderkammer\/\">Kleiderkammer des Franziskaner Klosters in Pankow<\/a> und <a href=\"https:\/\/shops.oxfam.de\/shops\/oxfam-shop-berlin-prenzlauer-berg\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/shops.oxfam.de\/shops\/oxfam-shop-berlin-prenzlauer-berg\">Oxfam<\/a>. Hier m\u00fcsste man sich mit seinen Sachen aber hinbewegen. Und das setzt aber Organisationstalent voraus, denn neben der \u00d6ffnungszeiten der Orte ist da nat\u00fcrlich auch der Geh- oder Fahrradweg, der da zu ber\u00fccksichtigen ist. F\u00e4llt schwer, wenn man sich daf\u00fcr von seinem Coffee-Shop und dem kostenlosen WLAN entfernen m\u00fcsste. Daf\u00fcr landen die Sachen dann aber a) entweder bei wirklich Bed\u00fcrftigen oder b) bei kaufkr\u00e4ftiger Klientel, die wiederum mit ihrem Geld Bed\u00fcrftige unterst\u00fctzen.<br>Im Gegenzug kann man sich sicher sein: wenn beide die Klamotten (Oxfam nimmt \u00fcbrigens nicht nur Klamotten als Spende an) nicht nehmen, dann ist das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wirklich M\u00fcll, was da im Karton ist. Bleibt also noch der BSR-M\u00fcllhof mit dem Kleidercontainer (auch in diesem Umkreis) oder die M\u00fclltonne. Das scheint aber dem woken Spendengeist der kaufkr\u00e4ftigen Erstverwender zu widerstreben.<\/p>\n\n\n\n<p>Und was mich danach noch weiterhin nervt, ist die Gedankenlosigkeit, mit der offenbar alle diesen Umstand in Kauf nehmen. Hier schiebt man die Restentsorgung den Kollegen der BSR zu, denn die werden ja daf\u00fcr bezahlt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Und damit schlie\u00dft sich dann wieder der Kreis: Och n\u00f6\u00f6, tut dat not?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe lange \u00fcberlegt, was man so als ersten Eintrag in einem Blog schreiben kann. Willkommen? Nein, zu trivial. Hier soll es um Alltagsgedanken und die Philosophie dahinter gehen. Also ist mir erstmal nur der bekannte Satz von Meister R\u00f6hrich aus den bekannten Werner-Comics eingefallen. 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